Samstag, sechs Uhr in der Früh. Der Wecker klingelt und statt ihn genervt wegzudrücken, mich umzudrehen und weiterzuschlummern, springe ich aufgeregt und freudig aus meinem Bett. Es geht los nach Leipzig zur Buchmesse, mit dieser Aussicht kann mich nichts im noch so kuscheligen Bett halten.
Kaum eine halbe Stunde später sitze ich im Auto. Die Landschaft fliegt an mir vorbei, Frankfurt verschwindet hinter mir und dafür nähert sich die Stadt, die in diesen Tagen ganz im Zeichen des Lesens steht.
Kurz nach 10 sind wir (meine Eltern und ich) am Messegelände angekommen, nach ein bisschen Parkscheinchaos und der Akkreditierung kann ich die Hallen betreten.
Der Moment fühlt sich fast schon feierlich an. Es ist wie eine Mischung aus dem Aufbruch ins Abenteuer und die Rückkehr nach Hause. Vertraut und fremd, neu und altbekannt. Es ist dieses ganz besondere Buchmessegefühlt.
Der Geruch von Tinte und Papier gemischt mit dem der vielen Menschen um mich herum. Das Stimmengewirr aus Unterhaltungen, Lesungen, Gelächter. Dieses Gefühl, so viele Bücher an einem Ort zu haben. So viele besondere Figuren und einzigartige Welten hinter den Buchdeckeln, so viele Autoren, die einzigartige Geschichten geschrieben haben, und auch die Verlagsmitarbeiter um sich herum zu haben.
Ich schlendere etwas herum, nehme ein paar Goodies mit und nachdem ich kurz die liebe Kücki getroffen habe, stelle ich schon fest, dass ich in diesem Jahr wirklich sehr unorganisiert und planlos auf die Messe gegangen bin. Vorsatz für die nächste Messe: einen Plan und ein paar Veranstaltungen haben.
Am Nachmittag geht es zusammen mit Kücki, Jule, Sandra und Sandy zum Lovelybooks Leser- und Bloggertreffen. Dieses ist außerhalb des Hallentrubels im Congress Center, in dem es in diesem Jahr einen ganzen Saal für uns gibt. Nachdem Kate Morton und Kirsty Logan aus ihren Romanen gelesen und Fragen beantwortet haben (leider war keines der beiden Bücher mein Geschmack), hat das Lovelybooksteam in diesem Jahr noch ein besonderes Highlight vorbereitet, nämlich ein Lovelybooks-Quiz. Ich stelle wieder einmal fest, dass ich auf dieser Plattform viel zu wenig unterwegs bin und habe trotzdem Spaß beim mitraten. Nach diesem "offiziellen Veranstaltungsteil" gibt es eine GoodieBag mit zwei Büchern für jeden und bei Mini-Guglhupfen kann ich noch auf andere Blogger und Leser treffen.
Danach geht es weiter zur Lesung von Carolin Wahl aus "Die Traumknüpfer". Ihr Fantasyroman passt nicht ganz in mein typisches Genre, daher spricht mich der Roman auch nicht so richtig an, dennoch ist es schön, ihr zuzuhören.
Damit nähert sich die Buchmesse für mich aber auch schon dem Ende. Noch ein wenig durch die Hallen schlendern, kurz beim Sleep Well Slam von Arte (auf Empfehlung von Sophie und Agnes hin) vorbeischauen, dann treffe ich mich draußen auch schon wieder mit meinen Eltern und die Messe ist für mich beendet.
Am Abend denke ich an die Messe zurück, verarbeite noch die vielen Eindrücke vom Tag - und vermisse sie schon jetzt. Dafür wächst nun schon jeden Tag die Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse im Oktober, bei der ich hoffentlich wieder dabei sein kann.


